Der Traum darf bleiben!

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Meine Schritte auf dem weichen Boden. Man hört sie kaum. Kaum ein Wiederstand. Da und dort ein Knistern, ein leises Säuseln. Es ist die Musik der vielen Bewohner, der ich meine Ohren schenke. Die Augen öffnen. Das Herz aus dem Rahmen nehmen.Den Geist frei fliegen lassen.

Ich will keine Grenzen in mir und auch nicht um mich herum. Ich will keine gepflasterten Wege. Ich will mir meinen eigenen Weg suchen. Ich will kein Ziel in weiter Ferne. Ich will das Jetzt spüren. Jetzt – wie oft verliere ich genau diesen Moment. Wie Sand rieselt er mir durch die Finger. Die vielen kleinen Sandkörner, die vielen vielen Gedanken. Sie kugeln täglich durch meine 24 Stunden.

Eine Gedankenburg bauen! Ich baue mir eine Gedankenburg und lade meine Träume ein. Es wird ein rauschendes Fest, Traum und Illusion tanzen im Kreis. Wer wird bleiben?

Wenn die Gläser leer und die Füße müde sind, fallen die Masken. Wird aus dem Traum eine Illusion, oder aus der Illusion ein Traum?

Die Masken sind gefallen! Sanft, aber bestimmt, begleite ich die Illusion zur Tür. Wie schön, der Traum hat sich entschieden zu bleiben.

Meine Schritte auf dem weichen Boden. Zurück an den Ort, der mir meine Wurzeln nährt. Er sorgt dafür, dass ich (Fisch der ich bin) nicht in meiner Gedankenburg verloren gehe. Auf die Fenster! Auf die Türen! Rein mit der Natur! Raus in die Natur! Zurück an den Ort, wo diese Zeilen entstanden.

Meine Schritte auf dem weichen Boden. Der Wald, die Bäume, die unbefestigten Wege. Mein Weg.

Es gibt eine Kraft aus der Ewigkeit, und diese ist grün.

(Hildegard von Bingen)

Diese Kraft und Inspirationsquelle Natur hat mittlerweile einen Namen – der Biophilia-Effekt.

Der Biophilia-Effekt tritt ein, wenn wir uns mit unseren Wurzeln verbinden […]“ Die Natur hat keine Berührungsängste, „Pflanzen kommunizieren direkt mit unserem Immunsystem und unserem Unbewussten, ohne dass wir sie auch nur berühren müssten, geschweige denn schlucken.“  (Clemens G. Arvay*, S. 19f)

Die Pflanzen kommunizieren, indem sie Moleküle (chemische Substanzen – „Düfte“) aussenden. Diese Pflanzensprache ist an Komplexität nicht zu unterschätzen. Bis zu 2000 Duftstoff-Vokabeln aus über 900 Pflanzenfamilien kennt man mittlerweile. „Die meisten dieser chemischen >>Wörter<< gehören zu der Stoffgruppe der Terpene.“ (Clemens G. Arvay*, S. 25)

Zahlreiche wissenschaftliche Studien weisen darauf hin, dass einige dieser Terpene unser Immunsystem anregen aktiv zu werden. Mittlerweile weiß man, dass es sogenannte Anti-Krebs-Terpene gibt, die direkt auf das Immunsystem einwirken und auch das Hormonsystem, durch die Senkung von Stresshormonen, beeinflussen.

* Clemens G. Arvay, Der Biophilia-Effekt

Meine Schritte auf dem weichen Boden. Der Wald – es fühlt sich manchmal wie heimkommen an. Meine Gedankenburg braucht diese grüne, erdige, frische Energie. Ich brauche sie, um den Blick für meine Grenzen zu schärfen. Ich brauche sie, um neue Wege zu sehen.

Deine Schritte auf dem weichen Boden. Wer wohnt in deiner Gedankenburg? Darf dein Traum bleiben?

Gut verwurzelt, Tanja Maria

PS: Wer mehr zur speziellen Kraft des Waldes erfahren möchte, dem empfehle ich das Buch von Clemens G. Arvay „Der Biophilia Effekt“.

PPS: Wer die Natur jetzt erleben will – am 5. Mai 2016 besteht die Möglichkeit dazu (www.ein-blick.at)

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4 Antworten zu “Der Traum darf bleiben!

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