Den Alltag träumen

 6. Prinzip_klein2

Nur schwer kann ich mich heuer vom Sommer trennen. So heiß, so einladend … die Beine im Wasser und die Seele im Hier und Jetzt baumeln zu lassen … einfach zu schön. Daher erscheint der Beitrag zum 6. Lebensprinzip (Jungfrau – 24. August bis 23. September) auch mit einer Woche Verspätung :-).

Goodbye Summer! Goodbye Sonntagabend-Blues!

JEDEN HERBST LASSEN DIE BÄUME IHRE BLÄTTER LOS ♦ DER BAUM WEISS, NÄCHSTEN FRÜHLING KOMMEN DIE NEUEN BLÄTTER ♦ ICH WEISS, ES KOMMT DER NÄCHSTE SOMMER.

Und trotzdem gleicht das Gefühl, das mich seit zwei Tagen beschleicht, und durch die Wetterprognosen nur noch bestärkt wird, dem Sonntagabend-Blues – einer Kombination aus Wehmut und dieser leichten Anspannung, die sich am Abend vor Arbeitsbeginn breit macht. Ich kenne dieses Gefühl gut, viele Jahre hat es mich begleitet – viele verschenkte Sonntagabende…

So wie ich den Sommer mit heutigem Tag loslasse, so habe ich vor Jahren den Sonntagabend-Blues losgelassen und durch die Neugierde und Begeisterung ersetzt. Zwei Gefühle, die ungemein beflügeln und mich dorthin gebracht haben, wo ich heute stehe – in meiner Arbeits- & Lebenswelt, die mich wirklich wirklich begeistert!

Was ich wirklich wirklich will …

>>Neue Arbeit, Neue Kultur<< von Frithjof Bergmann war eines jener Bücher, die wesentlich dazu beitrugen, meine Sicht auf Arbeit und Alltag zu verändern. Inspirationen, die mir dabei halfen, den Sonntagabend-Blues zu vertreiben und durch Begeisterung zu ersetzen.

Laut Duden verstehen wir unter Alltag ein „tägliches Einerlei; gleichförmiger Ablauf im [Arbeits]leben“. Die Vorstellung, dass der Arbeitsalltag für viele Menschen ein akzeptiertes tägliches Einerlei ist, stimmt mich nach wie vor traurig. Traurig und wütend, dass sich viele von uns mit viel zu wenig zufrieden geben.

[…] Nicht zu wissen, was man tatsächlich und wahrhaftig möchte, ist ein viel allgemeineres Leiden. Es ist in der Tat Teil des menschlichen Lebens, des allgemeinen Schicksals […] wir nennen sie die „Armut der Begierde“.“ (Frithjof Bergmann, 2004)

Der Traum verliert sich im Alltag

Die „Armut der Begierde“ und warum sich der Traum im Alltag verliert: Das 6. Lebensprinzip (Jungfrau), das mit 24. August beginnt, symbolisiert den Alltag, die Arbeit, die Ordnung, die Reinheit, die Anpassung und alles, was wir an alltäglichen Strukturen „brauchen“. Ihm gegenüber liegt das 12. Lebensprinzip (Fisch), das, wie könnte es anders sein, genau das Gegenteil symbolisiert. Träume, Chaos, Illusion, Sehnsucht, Hingabe … – all das findet sich im 12. Lebensprinzip wieder. Unsere Träume stehen somit unserem Arbeitsleben und unserem Alltag genau gegenüber. Aug in Aug kämpfen sie um Boden und sind sich nicht bewusst, dass sie dem gleichen Ziel dienen – der Lebensbalance.

6 + 6 = 12

Alltag und Träume sollten sich nicht duellieren, vielmehr sollten sie eine Allianz bilden. Wir träumen, was wir wirklich wirklich wollen und legen im Alltag den Mantel des Vergessens darüber. Ja – ich weiß, viele von uns können es sich nicht leisten ihre Träume im Alltag zu realisieren. Umso trauriger ist es, dass jene, die es sich leisten könnten, es trotzdem nicht tun.

Im Zeichen Fisch geboren, hängt schon seit fast 40 Jahre das Schild „Traumtänzerin“ um meinen Hals 🙂 und dennoch bin ich (meistens) gut im Alltag verankert. Mein „Rezept“ für einen traumhaften Alltag:

  • 6 Stück Struktur und Ordnung, die uns den nötigen Halt im Alltag geben.
  • 6 Stück inneres Potential (Seele), das nach reichem Wachstum (4. + 5. LP) nun endlich zum Ausdruck kommen will.
  • 6 Stück Kritikfähigkeit, die uns beim Reflektieren hilft.
  • 6 Stück Fleiß, damit wir nicht kurz vor dem Ziel umdrehen.

Gutes Gelingen :-)!

Begeisterung schafft Vertrauen

… und gibt Mut. Die Begeisterung kann ich nur in mir selbst finden. Die letzten beiden Lebensprinzipien, 4. Prinzip (Krebs) und 5. Prinzip (Löwe), haben uns schon gezeigt, dass es viel Innenschau braucht, um zu unserem wahren Kern vorzudringen. Genug der Innenschau, es ist an der Zeit das Ganze auf den Boden zu bringen. Das 6. Lebensprinzip (Jungfrau) liefert uns die erdige Energie, die wir brauchen, um unsere Gefühle, unsere innere Bedürfnislandschaft und unsere Potentiale im Alltag zu verankern.

Die Zeit der Struktur und Ordnung ist auch die Zeit der Listen. Daher folgender Vorschlag: Nimm ein A4 Blatt zur Hand und lege es im Querformat vor dir auf. Am linken Rand listest du deine Träume und Sehnsüchte auf, am rechten Rand listest du jene Dinge auf, die derzeit deinen Alltag bestimmen. Versuche nun Verbindungen zwischen links und rechts zu schaffen. Sprich – welche deiner Träume findet sich im Alltag wieder? Du kannst die Verbindungen farblich gestalten und mit einem Text versehen. Ein Beispiel von meiner Seite:

Träume Alltag

Wie viele Verbindungen schaffst du? – Keine? Tja, dann ist es an Zeit zu handeln und nicht nur zu träumen!

Traumhaften Tag, Tanja!

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